Überführungstörn Greifswald-Ostsee nach La Coruna-Galizien MIT EINER MOODY 62

16. Juni 2012

 

Nach 17 Stunden Fahrt sind wir in der alten Hansestadt Greifswald angekommen. Es gab dort viele Studenten und einen alten Stadthafen mit Schiffsrestaurant in denen man hervorragend Fisch essen konnte.

Unser Schiff, eine Moody 62 mit dem Namen OSIRIS B liegt bereits im Wasser, doch ohne Mast und falschem Kiel, denn statt einem 2,7m Kiel wurde ein viel zu kurzer angebolzt. Wie kann sowas nur passieren? Also arbeitetet noch ein Haufen Handwerker am Schiff, einfach eine einzige Baustelle.

Daher geht's zwei Tage auf's Hotel, bis wir zur unserer Baustelle zurückkehren. 

 

Das Wetter war nicht sonderlich warm und zusätzlich geht ein eisiger Ostwind. Abends ging's dann wieder zum Fischessen, was immer ein ganz besonderer Genuss ist. 

Das gleiche Schiff eines Russen
Das gleiche Schiff eines Russen


24. Juni 2012

 

Heute ist Sonntag und es regnet schon den ganzen Tag.  Ich bin alleine an Bord, denn Skipper Ralf ist für 3 Tage nach Hause gefahren, um Büroarbeiten zu erledigen. Na gut, dann geht es heute wieder in mein Fischerboot zum Blattflunder essen und Fußball schauen.

 

26. Juni 2012

 

Nach 2 Nächten an Bord geht es wieder ins Hotel. Der in Polen hergestellte Keil, war wieder nicht der richtige. Leider wurde der Irrtum auch beim Anbolzen in der Werft nicht bemerkt. Das Schiff wiegt ca. 36 Tonnen, also keine leichte Arbeit beim Kranen, weshalb ein Spezialkran bestellt werden musste. Wir hoffen nun, dass das Boot bis zum Ende der Woche voll ausgerüstet ist und wir endlich die Segel setzen können.

 

Museumsschiffe am Kai von Greifswald
Museumsschiffe am Kai von Greifswald

 

07. Juli 2012

 

Heute ließen wir bei strömenden Regen endlich die Leinen  los. Bis 14 Uhr schüttete es wie aus Kübeln und der Regen kam waagerecht daher. Leicht fröstelnd und im Ölzeug passieren wir gegen 15 Uhr Cap Ankona auf Rügen.

Laut Wetterbericht erwarten uns starke Böen von bis zu 8 Beaufort. Nun gut, dann kann sich die Osiris gleich mal bewähren und zeigen, was sie einstecken kann.

 

Um 16 Uhr bekommen wir Besuch von der Deutschen Küstenwache. Die Fragen woher und wohin wird uns freundlich in deutscher Sprache beantwortet. Als sie feststellen, dass die Crew aus 2 deutschen Männern unter maltesischer Flagge besteht , wünscht man uns weiterhin eine gute Reise und dreht ab. In ca. einer Stunde erreichen wir die Dänischen Hoheitsgewässer.

 

08. Juli 2012

 

Um 9:30 fahren wir im dichten Nebel Öresundbrücke vorraus, begleitet vom ständigen Tuten der Schiffshörner. Irgendwie umheimlich, noch dazu taucht die Brücke plötzlich aus dem Dunst auf und lässt zum Fotografieren einen Sonnenstrahl durch. 

Um 10 Uhr, wieder bei dichtem Nebel, passieren wir Malmö, dahinter blinzelt nun endlich die Sonne etwas durch und um 12 Uhr liegt Kopenhagen querab. Neuer Kurs mit 330° auf die dänische Küste. Wieder dichter Nebel, glatte See und sogar die ersten Schweinsdelfine im spiegelglatten Wasser gesichtet. 

 

Die Nacht verbrachten wir auf 6 Meter Tiefe mitten in der Ostsee. Sehr ungewohnt für einen Mittelmeersegler. Dort ankert man in einer Bucht, nahe an der Küste. Hier mittendrin an einer flachen Stelle fällt der Anker. Um uns herum tuten immernoch die Schiffshörner. Wir lassen uns nicht stören und schlafen tief und fest. 

 

09. Juli 2012

 

Morgen um 9 Uhr kommt Wind auf und vertreibt nun auch endlich den Nebel. Osiris macht nun mit nur 10 kn Wind 8,5 kn Fahrt über Grund. Wenn der Wind durchgeht, stehen wir morgen Früh in Skagen. 

 

Jetzt scheint endlich auch die Sonne, mit geschätzten 23°C Außentemperatur, gefühlt jedoch nur 18°C. Sind jetzt in Kattegat und haben auch tieferes Wasser. 

 

Der Hafen von Skagen ist rappenvoll, die Boote liegen in Päckchen von bis zu 10 Stück dichtgedrängt. So ein Gewurle und Durcheinander habe ich noch nie erlebt. Die Leute alle in kurzen Hosen, obwohl's saukalt war. Alle sitzen im Freien oder im Cockpit und trinken schon um 10 Uhr ihr Bier. Über Kanal 16 versuchen wir vergebens, den Hafenmeister zu erreichen. Und so machen wir am Kai einfach den Werft fest. Schließlich kommt doch noch der Hafenmeister angeradelt und verweist uns einen freien Platz zwischen einem Fischer und einem Museumsboot. Preis. 60€ ohne Wasser und Strom.

 

Eigentlich wollten wir noch einen Tag bleiben, entschied uns dann aber doch noch am gleichen Abend auszulaufen. Wegen der Starkwindansage in Skakerrak entschließen wir uns sofort aufzubrechen um noch vor dem herannahenden Tief durchzukommen. Mal sehen, ob wir Glück haben.

 

13. Juli 2012

 

Kaum das Kap Skakerrak gerundet, erwischt es uns wieder gewaltig. Eisige Kälte, ein Regenschauer nach dem anderen, dazu ständig eine extreme Lage schiebend, segeln wir durch bis Esbjerg und machen morgens gegen 3 Uhr an einer großen Spundwand, an die uns der Hafenmeister, nach ewigen Runden im Hafenbecken, verwiesen hat, fest. Genau die erweist sich als Falsche, als der Wind auf 30 kn auffrischt und uns gegen die Spundwand drückt, machen wir uns ernsthaft Sorgen über das Reeling. Obwohl wir alle verfügbaren Federn ausgebracht haben, drückt es das Reeling gefährlich nahe an die Spundwand. Vor Allem wir es kritisch, wenn der Pegel 2 Meter fällt.

 

Am Mittag kommt ein Techniker von Fa. Simrad, um den Fehler am Computer zu suchen. Immerwieder fällt das komplette System, das GPS und am gefährlichsten, der Autopilot, aus. Mit Vollzeug vielleicht mitten in der Nacht und dann auch noch Absturz vom Piloten, ist nicht gerade das gelbe vom Ei. Der Monteur stellt nach eingehender Untersuchung fest, dass die Verkabelung bereits in der Werft falsch durchgeführt wurde und er keine Möglichkeit hat, den Fehler in Esbjerg zu beheben. Das heißt für uns also, in ständigen Angst vor einem Computerausfall, weiterzufahren. Gegen Nachmittag erwarten wir einen Bootsbauer aus Greifswald, der provisorisch versuchen soll, die Heckklappe dicht zu bekommen. Ich bezweifel das und soll auch Recht behalten. Zumindest den zweiten Anker kann er wieder ausbringen, nachdem uns dieser Anker beinahe total verloren gegangen wäre. Die Werft hat einfach schlichtweg den Bolzen nicht gesichert, so hat sich die Ankerrolle beim Aufholen still und ganz einfach verabschiedet. 

 

Den restlichen Tag verbringen wir im trostlosen Fischereihafen und warten darauf, dass der Wind etwas nachlässt und vor allem, dass er nicht mehr so auflandig bläst. In der jetzigen Situation ist das Ablegen aussichtslos, selbst mit dem Bugstrahlruder bewegt sich die Osiris keinen Millimeter von der Spundwand weg. Deshalb beschließen wir, in das einzige Restaurant im ganzen Ort zu gehen und genehmigen uns eine Scholle mit Bier für 35€, was auch noch scheußlich schmeckt und mit Mayonnaise zugedeckt ist. 

 

Eine ruhige Nacht ist und leider auch vergönnt, denn wir müssen immer wieder raus und die Leine fieren, da das Wasser bis zu 3 Meter fällt und steigt. Der Wind bläst weiterhin 25 kn, doch wir nutzen eine kleine Windpause, um abzulegen. Nun geht es wieder endlose 6 Seemeilen die Fahrwassertonnen raus, bis wir endlich wieder das offenes Wasser vor uns erreichen. Es geht an Sandbänken voller darauf liegenden Seehunden vorbei. 

Ab und zu lässt sich auch wieder die Sonne blicken und wir machen gute Fahrt bei nur 17kn, manchmal auch nur 8kn Wind durch's Wasser.

 

Nachmittags gegen 15 Uhr liegt Sylt querab und beschließen, die Nacht bis zur einer Bucht kurz vor dem Ijsselmeer durchzufahren. Jetzt um 23 Uhr queren wir bei Gewitter und heftigen Regenschauer das Verkehrstrennungsgebiet Borkumriff.

 

14. Juli 2012

 

Wir sind die ganze Nacht, ab Samstag, 14. Juli, um 8:15 Uhr bei beständigen Wind, vorbei an Helgoland, St. Peter Ordin, wo Marietta mit meiner Familie immer Urlaube macht, durchgesegelt. Befinden uns jetzt auf Texel, westliche Hinfahrt zum Ijsselmeer. Bis Amsterdam sind es jetzt noch 60 Seemeilen. Doch wir wollen weiter, bis nach Hoek van Holland. Bei der Einfahrt in Rotterdam bleibt der Wind beständig, leider ist er immernoch sehr hart, sodass wir ungemein Lage schieben. Osiris läuft mit 7 kn Fahrt über Grund. Die Müdigkeit macht sich jetzt auch bemerkbar, wir sind ja immerhin doch schon 34 Stunden unterwegs. Ich freue mich auf eine warme Dusche und einige Stunden Schlaf am Stück in der warmen Koje. 

 

15. Juli 2012

 

Wir sind nach 2 Tagen auf See und über 300 gefahrenen Seemeilen in der königlich, niederländischen Marina von Texel angelangt. Um 22 Uhr dann noch ein Hähnchen mit unverwechselbaren Pommes verdrückt. 

Noch immer Hunger, also gibt es als Nachschlag eine wirklich hervorragende Suppe. War anschließend Duschen und hab bis zum Morgengrauen herrlich geschlafen.

 

Nachdem uns gestern der Zoll während der Fahrt auf See besucht hat, ging kurz vor Hafeneinfahrt auch noch die Küstenwache an Bord. Anscheinend hat unser Schiff eine so derartige Anziehungskraft, dass es jeder genau unter die Lupe nehmen möchte. Sind heute, am Sonntag wieder von Texel ausgelaufen. 

 

17. Juli 2012

 

Liegen nun seit Montag, den 16.7., in Beskens, nah an der belgischen Grenze und warten auf einen Bootsbauer, der dieses Mal aus Bochum von der ehemaligen Dehler Werft kommt, um die leider immer noch undichte Heckklappe zu reparieren. Zu allem Übel ist gestern leider auch noch die Gasanlage ausgefallen. Diese wird über den Bordcomputer gesteuert und kann nicht manuell bedient werden. Somit gibt es erstmal weder warmes Essen, noch einen Kaffee. Ich kann nur noch den Kopf schütteln, wegen so viel Technikscheiß auf einem Segelboot. 

 

Die Einfahrt in die Schleimündung war sehr schwierig, wie hier überall. Die Überfahrt England wird noch problematischer , da der starke Schiffsverkehr hinzukommen wird. Viele Untiefen, eine Sandbank nach der anderen, teilweise nur 3 Meter unterm Kiel, da zieht man schon automatisch die Beine ein. Morgen um 3 Uhr werden wir dann auch noch von der holländischen Küstenwache gestoppt. Mussten beide an Bord kommen und es wurden unsere Personalien aufgenommen. Ein Fischer hat uns nämlich angezeigt und vorgeworfen, dass wir ihn behindert hätten und deshalb einen Vollkreis fahren musste. Außerdem haben wir es versäumt, uns per Funk anzumelden. Wir haben sehr wohl einen Fischer gesehen, der ganz plötzlich auftauchte und über Steuerbordbug ebenso schnell wieder verschwand. An Bord der Küstenwache wurden wir haben sehr freundlich behandelt und es wurde uns sogar Kaffee angeboten. 

 

Am nächsten Tag, um 9:30 Uhr klopft es an der Bordwand. Heiner aus Prien am Chiemsee und sein Bootsbauer sind eingetroffen, um den Beschlag am Mast für noch ein Sturmansegel anzubringen. Dazu muss der Mann bei nicht gerade wenig Wind in den fast 30 Meter hohen Mast. Ansonsten heißt abwarten bis besseres Wetter kommt. Schätze aber, dass wir vor Donnerstag hier nicht loskommen werden, die Wettervohersagen sind einfach zu schlecht. 

 

Das Wetter hat sich im Laufe des Nachmittags merklich verbessert. Ein Hoch über den Azoren lässt uns auf eine gute Überfahrt nach England hoffen. Der nachgereiste Bootbauer macht eine gute Arbeit und wir hoffen endlich auf eine dichte Heckklappe. Auch die Gasregulierung wurde vom Computer getrennt und auf manuell umgeschalten. Wieder einmal ausschlafen, ohne Wache und Sauwetter, tut uns gut. 

 

Heute hatten wir schon wieder Besuch von Zoll. Schon langsam gehen die uns ganz schön auf die Nerven. Da wir unter maltesischer Flagge fahren, werden wir sehr häufig kontrolliert. Mir soll's Recht sein, solange sie uns im Hafen und nicht auf offener See kontrollieren. 

 

18. Juli 2012 Hafen Breskens

 

Heute sollen die Ersatzteile für die Dieselpumpe kommen. Wir haben drei Tanks an Bord, die per Pumpe in den Haupttank gepumpt werden müssen. Der Monteur schraubt eine Halterung für die Glasflaschen, die bei starker Kränkung aufgeschwommen sind.

 

Wäsche in der Waschmaschine gewaschen und Sauerkraut mit Bauchfleisch gekocht. Gestern gab eine Pizza, die in Ordnung war, ansonsten kann man das Essen hier vergessen. Brrrrr graußlich. 

 

19. Juli 2012 Hafen Breskens

 

Es wird eisig kalt geworden und immer noch Starkwind mit 6 Beaufort. Joachim, der Bootsbauer aus Bochum hat seine Arbeiten beendet. Heiner aus Prien hat das zusätzliche Stag für ein Sturmsegel gesetzt. So wie es aussieht, könnten wir morgen gegen 4:30 Uhr mit ablaufendem Wasser auslaufen. Hermann hat mir eine SMS geschickt, dass er in Wien angekommen ist und wird am Samstag Freitag von Kerstin samt Boot wieder abgeholt. Damit ist die Donaureise per Segelboot bis Budapest vorerst beendet. Hoffe, dass das Wetter einigermaßen moderat bleibt und wir den gefährlichen Abschnitt über dem Kanal von England gut hinter uns bringen. 

 

20. Juli 2012 Hafen Breskens

 

Sind heute um 4:30 Uhr mit auslaufender See aufgebrochen. Ruhiger See, kein Wind. Erstmal mit Maschine und auslaufendem Wind. Querab Ostsee passiert. Hässliche Betonklötze, Sandstrände und hunderte von Sandkörben die ganze Küste entlang. 

 

21. Juli 2012

 

Gestern am Spätnachmittag die Themsemündung und danach den Dover passiert.  War leider sehr schwachwindig und immer wieder heftige Regenschauer mit Regenbögen und Gewitter. Die Nacht hindurch mehr oder weniger vom nur mitlaufenden Strom getragen worden. Nach 2 Stunden Schlaf in der Koje und einem Frühstück bin ich wieder sehr munter. An Steuerbordseite passieren wir soeben Eastbourne. Bis Brighton sind es noch ca. 12 Seemeilen. 

 

Der englische Kanal wird von Dover aus genauestens überwacht. Die sehen dort jede Schiffsbewegung , funken einen an, wenn man sich auf Koalitionskurs befindet und lotsen die Schiffe durch. Sehr beeindruckend.

 

21. Juli 2012 Isle of Wight

 

An Steuerbord der Leuchtturm von der Isle of Wight. Es ist 19:30 Uhr und eigentlich wollten wir einen Stopp einlegen, wird aber wegen Zeitmangel wieder verworfen. Also fahren wir die ganze Nacht durch. Leg mich jetzt in die Koje, meine erste Wacht beginnt um 22 Uhr und endet um 1 Uhr. 

 

22. Juli 2012 

 

Sind heute am Sonntag die zweite Nacht durchgefahren. An die dreistündige Wache gewöhnt man sich schnell. Wichtig ist, dass man sich zum Schlafen in die Koje begibt und sich irgendwo lang legt. In der Koje schläft man ruhig, tief und entspannt. Kein ständiges Geräusch, wie z.B. die Funke im Hintergrund, die einen manchmal ganz schön nerven können.

 

Werden heute im Laufe des Tages die letzten Inseln Englands passieren und dann links schwenk, neuer Kurs S über die Biskaya. Wir können nur hoffen, dass der Bordcomputer nicht schon wieder ausfällt. Gestern hatten wir zweimal einen Totalabsturz. Kein GPS, kein Autopilot, das nervt gewaltig. Das ganze System muss dann wieder resetet und wieder hochgefahren werden. Unter Maschine noch zu verkraften, unter Segel jedes Mal ein Spurt zu einer der Steuersäulen, Schiff wieder auf Kurs bringen und auf unbeabsichtigte Halse achten.

 

23. Juli 2012

 

Leichtwind voraus, wir wollten aber den vorhergesagten Nord-Ost erwischen, der für Dienstag angesagt wurde. NO ist der klassische Wind(Portugieser genannt), der für eine Überquerung des Biskaya am günstigsten ist. Also Ade Plymouth, neuer Kurs Süd. Leider kein Guinness, das berühmte englische Bier.

 

15:44 Uhr: Soeben haben wir einen Funkspruch erhalten: Mayday, Mayday, Mayday, Mann über Bord von der englischen Garde. Der Notruf kommt von der Nähe Land's End, ist im wesentlichen Teil von England, nähe Isles of Scilly. Wir sind schon mitten im Atlantik, Höhe Brest.

 

24. Juli 2012

 

Heute ist Dienstag, der zweite Tag / die zweite Nacht in der Biskaya. Leider hat sich der vorhergesagte Portugieser noch nicht durchgesetzt und wir laufen bei langer Dünung und Schwachwind nur im Schnitt 3,5 kn.

 

Gestern erneut die gesamte Elektronik 3 mal ausgefallen. Das heißt zum Runder sprinten, da der Autopilot ja jedes Mal ausfällt. Von unseren jetzigen Position noch ca. 192 Seemeilen bis La Coruna. Denke, dass wir am Mittwoch dort eintreffen werden. Heute große Delfinschule gesichtet. Morgens schon angenehm warm, geduscht und frische Klamotten angezogen. So kann der neue Tag beginnen. Wind frischt auf und wir segeln wieder unter Vollzeug bis zu 200 Meter langer Dünung an die 8-10 kn.

 

25. Juli 2012 Biskaya

 

Nebensächlichkeiten sind schnell wieder vergessen.Ein Engländer den wir über AIS identifizieren hält wacker mit und fährt seit drei Tagen in unserem Kielwasser.Mittwoch 12:30 UHR Land in Sicht,noch 50 sm und wir haben die Küste von Galicien erreicht.

 

27. Juli 2012 Küste in Sicht

 

Eine nicht gerade einladende Stadt von See her, dazu leichter Nebel, Wassertemperatur 19°C und Außen nicht mehr als 18°. Die Marina allerdings sehr gepflegt und freundliches Personal. Preise pro Meter Schiff 23,– € Wasser, Strom und Internet kostenlos. Wir haben Glück und erleben den letzten Abend eines seit zwei Wochen andauernden Fest mit hunderten von Buden, Gauklern und was weiß ich noch alles.


Gemütliche Kneipen,die Altstadt sehr sauber und gepflegt. Bleibe noch einen Tag und fliege danach über Barcelona nach Hause. Die Fahrt zum Flughafen per Taxi eine 1/4 Stunde zu 22€.

Alle Flüge von La Coruna aus gehen entweder über Madrid oder Barcelona.

Obwohl das Segeln eines der unbequemsten und teuersten Reisen gehört, war’s doch wieder traumhaft schön. Das Schiff die Osiris nicht unbedingt mein Traum, aber sehr, sehr schnell.


Zurückgelegte Seemeilen insgesamt: 1648 sm, davon unter Segel 845 sm.

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