Überführungstörn Greifswald-Ostsee nach La Coruna-Galizien MIT EINER MOODY 62

16. Juni 2012

 

Nach 17 Stunden Fahrt sind wir in der alten Hansestadt Greifswald angekommen. Es gab dort viele Studenten und einen alten Stadthafen mit Schiffsrestaurant in denen man hervorragend Fisch essen konnte.

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Überführungstörn mit der OSIRIS B einer Moody 63

01.März 2013 

 

Das Wetter auf Malta war angenehm, ca. 14 – 16°. Abends in einer netten, urigen Kneipe noch was gegessen und Proviant eingekauft. Wenn am Schiff alles in Ordnung ist, wollen wir am nächsten Tag in See stechen.

 

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2014 von Korfu nach Kas in der Türkei

3.Mai 2014

 

In Korfu gelandet, noch schnell zu Harry etwas essen und danach tot müde in die Koje. Am folgenden Tag Getriebeöl überprüft. Motor laufen lassen, ob die Schraubendichtung an der Ölwanne dicht ist. So weit scheint alles in Ordnung, Birgit hat MARINGA an Decktop gereinigt.

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Herbst 2014 von Cagliari ( Sardinien ) nach Messolonghi ( Griechenland )

31. August 2014

 

Mit der Osiris B, einer Moody 62 von Cagliari (Sardinien) nach Messolonghi (Griechenland).

Abflug 13:00 UHR mit der Air Dolomiti nach Cagliari. Mit an Bord Ralf der Skipper, Michi, Ruth und meine Wenigkeit.

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Törns 2014 Corfu – TürkeI: RückSCHAU

Nicht zu glauben, wo man sich überall herum treiben kann:

 

1. Die Adria mehrmals kreuz und quer, rauf und runter

2. Im Oktober von Palermo ( Sizilien ) nach Rovinje ( Slowenien )

3. Griechenland – Kreta – Rund Peloponnes – Ägäis – Ionisches Meer

4. Nordküste Sizilien, von Palermo bis Taormina

5. Die Liparischen Inseln, Vulcano , Stromboli, Lipari

6. Die Insel Capri, Amalfiküste rauf bis Elba

7. Die Inseln Sardinien – Korsika

8. Südfrankreich Port Grimaud – Marseille – bis zum Golf von Lion.

9. Die Inseln Mallorca, Menorca und Ibiza .

10. Von Alicante ( Spanien ) – durch Gibraltar nach Gran Canaria.

11. In die Karibik – San Lucia – Martinique – Tobago Cays - Montserrat

12. Ostsee durch den Nord-Ostsee Kanal – durch die Nordsee-Biskaya-Gibraltar-nach Antibes in Südfrankreich

13. Von Greifswald an der Ostsee über den Skagerrak, durch den Ärmel Kanal die Niederländische, Belgische     und Französische Küste, über Cornwall, über die Biskaya nach La Coruna in Galizien

14. Von Valletta ( Malta ) durch die Straße von Messina – Sardinien-Korsika-Elba nach Monaco und San Remo

15. Im Frühjahr 2014 von Corfu durch die Ägäis in die Südtürkei nach Kas

16. Von Cagliari ( Sardinien ) nach Messolonghi ( Griechenland ) im Herbst 2014

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Rückkehr von der Türkei nach Griechenland 2015

Dienstag 05.Mai 2015

 

Nach einem angenehmen Flug in Dalaman Airport gelandet und schon beginnt das Chaos. Der Flughafen wurde vom Militär genutzt und ist nicht sonderlich groß. Ganze zwei Mann kontrollieren die Pässe und sind natürlich dadurch total überfordert wenn mehrere Maschinen in kurzen Abständen hintereinander landen.

So hat sich die kleine Abfertigungshalle in kürzester Zeit mit mehreren Hunderten von Menschen gefüllt . Nichts ging weiter , einige wurden sogar handgreiflich in dem wüsten Gedränge.

Endlich , nach ca.90 Minuten waren wir an der Reihe und begaben uns zur Gepäckausgabe , wo wir vor einem sich leerlaufendem Förderband  standen. Kein einziges Gebäckstück auf dem Band.Ich befürchtete , dass unser Transfer nach Kas längst ohne uns losgefahren ist , und begab mich auf den Parkplatz um den Fahrer , oder Bus zu suchen, der natürlich längst abgefahren war.

Nach einigen Palaver aber verfrachtete man uns in einem Kleinbus und los ging die Fahrt die etwas mehr als drei Stunden dauerte.

Ich kannte die Strecke ja schon , als ich vor 6 Monaten von Kas zum Flughafen gefahren bin.

Todmüde kommen wir gegen 23:00 UHR in der Marina an und richten unsere Kojen zum Schlafen her.

Die zwei folgenden Tage waren dann wieder einmal Streß pur.Das Boot war sehr schmutzig , am Sprayhood 

zwei Clipse ausgebrochen.

Am nächsten Tag erst einmal MARINGA waschen , Positionslichter schecken, Motor und Getriebeöl prüfen.

Der Außenborder springt schon beim ersten Versuch an , dafür aber habe ich das Zugseil in der Hand.

Alle Versuche das Ersatzseil neu zu wickeln scheitern kläglich , obwohl Helmut doch wirklich handwerklich nicht unbegabt ist. So schicke ich Helmut zur Werft um das Trauerspiel zu beenden. Nach nicht einmal 30 Minuten kommt er zurück , und um 50 € leichter.

Am Montag stelle ich fest das der Kartenplotter nicht funktioniert,das also auch noch , dann muß eben der Ipad herhalten,mit dem ich allerdings die nächsten zwei Wochen  bestens zufrieden war. Nachteil war , dass ich das Ipad immer in der Hand halten mußte oder irgendwo am Steuerstand sicher verstauen werden mußte.

Jetzt noch die Genua anschlagen , dann könnten wir uns allmählich auf den Weg machen.

Es ist an diesen Tag ziemlich windig und schon ist es passiert . Eine Schot hat sich am oberen Ende unglücklich um die Genua gewickelt und ist vom Deck aus nicht zu entwirren. Also Seemannsstuhl raus und hochziehen lassen , Klaus hilft mir dabei.  

Jetzt noch mit dem Taxi in die Stadt , Proviant einkaufen und anschließend zur Werft , Rechnung bezahlen.

Dort stellt sich heraus , dass weder das Deck noch der Rumpf poliert und gewachst wurde ,die Niroteile ebenso , Es wurde also nur der Kiel gestrahlt und das Unterwasserschiff mit Antifouling gestrichen.

Ausrede , das Wetter war zu schlecht und die Zeit danach  zu kurz.

Auch gut , so habe ich mir 1.600,00 € gespart, kann ich in Mitilny nachholen , die Griechen sollten ja auch was verdienen.

Alles verstaut , noch zwei Wassersäcke als Reserve aufgefüllt , getankt und den Rest einer Flasche Wein geleert , den Ruth im Januar übrig ließ.

An der Tanke mosert mich noch ein Polizist an und deutet auf den schlechten Zustand meiner Türkischflagge im Masttop.

Was soll's , morgen legen wir los , zur ersten Etappe Gemiller Rede .  

 

Dienstag 05.Mai 2015

 

Ankunft in der Gemiller Reede um 14:00 UHR

Gefahrene sm 33,31

Gesamtlogestand 6326 sm

Wassertemperatur 23,8 °

 

Mittwoch 06.Mai 2015 - Donnerstag 07.Mai

 

Leinen los von der Boje um 06:00 Morgens.Zunächst spiegelglatte See unter Motor,sieht so aus als müßten wir alles unter Motor fahren. Nach einem Drittel frischt es auf ,18 bis 20 Kn leider direkt gegenan.

Plötzlich Alarm am Temperaturanzeiger , tatsächliche Temperatur aber 90 ° , also im grünen Bereich. Motor aus , nach einer Minute wieder anlassen , läuft ganz normal , trotzdem ein flaues Gefühl im Magen.

Beschließe letztendlich zu kreuzen und machen 5-6 kn Fahrt über Grund ,

Das letzte Stück direkt unter der Küste lang . Die erste Bucht nichts zum Ankern , zuviel Schwell und auflandiger Wind .

Die zweite Bucht nochmals 8 nm mit Motor gegenan , Helmut wird Seekrank .

Anker hält leider nicht , zuviel Seegras und fahre noch weiter in die Bucht hinein.

Da sehe ich ein Gebäude und davor ein Steg, Wassertiefe reicht gerade noch so ,

Machen Längseits fest , der Wirt ist behilflich und bittet uns in sein Restaurant.

Helmut hat keinen Appetit , es geht Ihm schlecht , Durchfall und Probleme mit seiner Bauchspeicheldrüse.

Ich gönne mir drei Bierchen und ein wunderbares Essen , mit Fisch und Gegrilltem, jede Menge verschiedener Salate und Gemüse,

Hier könnte ich es länger aushalten, wunderbare Bucht, nur ein Restaurant sonst nichts.

Nachts werden wir plötzlich durch lautes Geschrei und Taschenlampen wach , 5-7 Personen laufen unter lautem Rufen den Hang empor, verschwinden im Kiefernwald und kommen nach ca. 1 Stunde laut schnatternd zurück.

Am nächsten Tag berichtet uns der Wirt ( Admiral Nemo ) das die behinderte Tochter um Mitternacht ausgebüchst ist, dies sei schon öfters passiert.

Wir beschließen noch einen Tag zu bleiben,Helmut geht es immer noch nicht gut.

 

Freitag 08.Mai 2015

 

Leinen los um 06:00 UHR , schlechte Sicht , diesig,kein Wind.

Passieren um 09:00 UHR die Insel Simi und gehen vor Kap Datca Yarimadasi/Buyuk Koya Längseits an einem Steg , direkt daneben befindet sich ein Amphitheater der Antike , ein Restaurant , Wasser und Strom.

Logge 35.68 nm

Gesamtlogge 6417,20 nm

 

Samstag 09.Mai 2015

 

Um 07:00 Leinen los , Richtung Insel Kos ( Griechenland ) die Türkische Küste hoch bis zur Palmarina Yalikavak.

Gut geschützte Marine , Diesel tanken.

Helmut geht es immer schlechter , extremer Durchfall und hat sich wieder hingelegt.

Hab Ihm Tee und Kekse verordnet , kein Cafe , kein Bier.

 

Ankunft in der Marina um 14:00 UHR .

Das Anlegen bei 28 kn Wind wird zu einem Chaos. Die Marineros eignen sich zum Ziegen hüten , aber nicht als Helfer in einer Marina .

Die Vorderleine der Mooring war zu kurz und hatte einen Fußballgroßen Knoten,angestückelt war eher ein Schnürsenkel,dadurch brachte ich die Leine nicht durch die Klüse und Achtern schrie er dauernd retörn,retörn.

Als ich Beide weggeschickt habe , machte ich beim Nachbarn mit einer Spring fest,

Eine unmögliche Marina , nichts für uns Segler . Überwiegend dicke Motorboote , stinkreiche und arrogante

Türken.

Helmut hat sich schon wieder in seine Koje verdrückt und will auch nichts essen , so gehe ich alleine in das nächst beste Restaurant,hätte aber darauf verzichten können, saumäßig teuer und ungenießbar.

 

Sonntag 10.Mai 2015

 

Der Wind hat etwas  nachgelassen und so entschließe ich mich schon um 05:00 aufzubrechen.

Ich mache Achtern alles klar und hole die Spring ein , und sag zu Helmut er soll jetzt die Mooringboje über Bord schmeißen , die die beiden Idioten an Deck liegen ließen.

Helmut schmeißt die Boje über Bord, lößt sie aber nicht von der Klampe und auch noch über , statt unter der Reling hindurch.

Ich sauß runter , schnapp mir ein großes Küchenmesser und schneide das verdammte Ding durch.

Ich gebe mir hier aber selbst die Schuld , warum hab ich vor dem Ablegen nicht alles überprüft.

Helmut kann ich keinen Vorwurf machen , er ist ein Bergsteiger und hat vom Segeln keine Ahnung , noch hinzu war er in einem denkbar schlechten Zustand durch seine Seekrankheit.

Jetzt aber nichts wie raus aus dieser scheußlichen Marina.

Kaum an der Mole vorbei , bläst es uns wieder entgegen.

Kreuzen lohnt sich hier nicht , da das Türkische Festland gerade mal 1,5 nm von der Griechischen Insel Samos entfernt ist.

So Motoren wir gegenan und bei starker Strömung in die vor uns liegenden Buchten St. Nikolo und St. Paul.

Auf einer der beiden Buchten,südlich vom Kap Dip Burun liegt eine Türkische Militärstation,die einem das Ankern in der Bucht nicht immer erlauben.

Ich fahre trotzdem rein , mehr als wieder wegjagen können sie mich nicht.

Der Anker hält beim ersten Versuch und ich stecke 50 Meter Kette auf 9 Meter.

In der Bucht bläst es immer noch mit 15 kn in Böen bis 28 kn. Draußen sind es leicht an die 30 bis 38 kn und einer Welle von guten 3 Metern und ein Kap an den anderen.

Ich beschließe hier auch den nächsten Tag zu bleiben , bis sich das Wetter etwas beruhigt hat, viel Hoffnung auf Besserung habe ich aber leider nicht.

Noch mehr Sorgen mache ich mir aber um Helmut , sein Zustand verschlechtert sich zusehends.

 

Montag 11.Mai

 

Nach einer windigen und unruhigen Nacht vor Anker in der Bucht St.Paul und St, Nikolo um 06:00 UHR aufgestanden. Gestern Abends kamen noch zwei Segler hinzu , die wahrscheinlich von Samos rüber kamen

und in der Bucht Schutz suchten.Ich habe 60 Meter Kette auf 10 Meter Grund gesteckt . In den Böen zerrte MARINGA jedoch stark an der Kette. Der neue  App  für Ankerwache auf meinem Iphon tat jedoch gut Dienste und funktionierte einwandfrei.

Nun sollte ich mich entscheiden, Anker auf oder besseres Wetter abwarten.

Nachdem ich mir Helmut angesehen hab , entschied ich mich , trotz  ziemlich rauher See trotzdem los zu fahren , was ich später bereuen sollte. Dementsprechend war denn dann auch die Überfahrt im 41 nm entfernten Festland in der Türkei. MARINGA krachte und stampfte immer wieder in die bis zu drei Meter steile

Welle. Letztendlich haben wir es dann doch noch einigermaßen geschafft und konnten in der Bucht

Kirkdilin Liman auf 3-10 Meter Sandgrund gut ankern und ein Bad im angenehm warmen Wasser nehmen .

Wir beschließen noch einen Tag hier zu bleiben , baden , schlafen und ordentlich etwas zu Essen kochen.

Wurde dann doch wieder nur Spaghetti mit Ei und Schinken.

Viel ist an Proviant nicht mehr vorhanden , verschimmeltes Brot und Suppe in rauhen Mengen, die kann wenigstens nicht verschimmeln.

Trinke mein letztes Efes , danach nur noch Griechischer Wein .

Gesamtlogge 6530 nm

 

Dienstag 12.Mai

Anker auf 06;30 UHR

Ausgeschlafen , gebadet und eine Kleinigkeit gekocht. Gestern Abend dann noch Besuch bekommen , eine HR

Namens Windsong mit 2 Mann Besatzung .

Der Nachmittag war unangenehm , ständig Böen bis 30 Knoten zerrten an der Ankerkette .

Gegen 21:00 UHR schwächt der Wind etwas ab , dafür steht starker Schwell in die Bucht , die einem wieder nicht schlafen läßt.

Hinzu kommt dass Helmut ständig wach ist  und mehr Zeit auf dem Klo als in seiner Koje verbringt ,

Ich muß zusehen dass ich so schnell wie möglich nach Mitiliny komme und Helmut zu einem Arzt.

 

Mittwoch 13 , Mai

 Um 12;00 UHR Mittags in Cesme Marina Längseits am Steg fest gemacht.

Liegegebühr 42,00 € / Tag , Strom und Wasser separat .

Gesamtlogge 6560 nm

 

Donnerstag 14.Mai

Wir legen uns in die Kojen , schlafen bei leichter Schauckelei etliche Stunden , ohne wach zu werden.

Morgen gibt es Papierkram zu erledigen.

Ausklarieren in der Türkei.

Die 150 € für einen Agenten wollen wir uns sparen und die Formalitäten selbst erledigen.

Als erstes zur Hafenbehörde , dann zur Hafenpolizei und zuletzt zum Zoll .

Dazu haben wir knapp 3 Stunden benötigt , aber dafür 85,- € gespart, 

Im Office den aktuellen Wetterbericht eingeholt ,Morgen Wind auf West drehend , erst wieder ab Montag aus Nord , sprich wieder gegenan.

Werden am Freitag frühzeitig auslaufen und und erst während der Fahrt entscheiden ob wir die Insel Oinousses /Griechenland anlaufen und dort Ankern , oder die restliche 42 nm bis Mitiliny durchfahren .

Heute noch etwas an Proviant einkaufen und die restlichen TL los werden.

Helmut scheint es etwas besser zu gehen.

Das war heute Nachmittag gegen 14:00 UHR , inzwischen erwägen wir das er er früher als geplant nach Hause fliegt.

Werden in Mitiliny versuchen den Flug umzubuchen.

 

Freitag 15.Mai

06:30 UHR Leinen los in Cesme/Türkei.Leider hat der Wetterbericht wieder nicht gehalten was er versprochen hat.Konnten zwar die Genua setzen und den Motor mit laufen lassen,nach drei Stunden jedoch war es dann wieder so weit und der Wind ist total eingeschlafen. Kurz vor Mitiliny , am Flughafen vorbei kam er wieder , jetzt aber wollte ich nicht mehr und so fuhren wir die letzten Meilen unter Motor in den großen Vorhafen,dort wo die Kreuzfahrtschiffe und Fähren festmachen. Um 16:00 Uhr fahre ich in den kleinen Hafen und suche eine Tanke, vergeblich , es gibt nämlich gar keine. Also wieder zurück in die Einfahrt zur Marina , kurz davor winkt uns jedoch eine Person  am Pier und fordert uns auf , Längseits zu kommen. Aha denke ich , dort ist also die Tankstelle , sieht jedenfalls so aus . Als wir jedoch näher kommen , entpuppt  sich der Tankwart als ein Offizieller in Uniform , ein Zöllner . Helmut steht mit Festmacherleine vorne und ist etwas unschlüßig ,der Zöllner hingegen schaut finster drein und rührt sich keinen Millimeter als ich die Achterleine rüber werfe.

Ich springe also an Land und lege die Leine über den Poller und schnell nach Vorne , Helmut die Leine abzunehmen. Der Zöllner balabert sogleich los , Papiere fordert er , kaum als ich wieder an Bord bin .

Ich bin inzwischen auch ganz schön geladen und gebe ihm zu verstehen , dass ich erst einmal mein Schiff ordentlich vertäuen möchte , Er ruft mir mürrisch etwas auf Griechisch zurück und macht sich auf den Weg in seinen Container . Jetzt erst bemerke ich , dass der ganze Pier von Hunderten Menschen belagert ist und wild diskutierend vor dem Tor auf die dort stehenden  Polizisten einreden . Klar doch , das sind alles Flüchtlinge , Frauen , Kinder die alle auf die Fähre möchten , von der Polizei aber zurückgehalten werden.

Jetzt verstehe ich auch die schlechte Laune der Polizisten die total überfordert sind .

Dementsprechend behandelt mich auch der Beamte beim einklarieren . Im Container hat es bestimmt an die 45 gefühlten Grad , ein Geschrei und Gezetter. Nach einer Stunde mit ettlichen Unterbrechungen schickt mich der Polizist weiter zur Passkontrolle , ein düsteres Gebäude. Dort herrscht eine himmliche Ruhe , nur finde ich keine Menschenseele und begebe mich wieder zu meinen unfreundlichen Polizisten , der aber zuckt nur die Schultern und weißt mir wieder den Weg zurück zur Passkontrolle. Nach langen umherirren finde ich doch noch eine offene Tür in der ein Beamter vor den Fernseher sitzt. Der gute Mann aber zeigt mir wenigstens den Weg über die Straße in ein angrenzendes Gebäude , wo ich endlich die richtige Stelle finde.

Der Zollbeamte kontrolliert meine Papiere und schickt mich dann weiter zur Hafenpolizei.

Dort im Hinterhoif im 4 Stock fülle ich mindestens 10 Formulare aus .

Der Polizist schüttelt den Kopf , haut einen Stempel drauf und schickt mich wieder zurück zum Zollpier.

Der sieht mich wieder ungläubig an , schüttelt den Kopf und deutet wieder auf den Container.

Ich aber habe die Schnauze voll , gehe schnurstrax zu meinen Boot , hol mir eine Dose Bier aus den Kühlschrank,mache die Leinen los und fahre einfach rüber in die Marina .

Dort angekommen erst einmal fest machen am Schwimmsteg , ganz gemütlich noch ein Bierchen und die Ruhe erst einmal genießen.

Helmut kann es nicht mehr erwarten und will sich gleich um eine Rückflug kümmern, ich schicke ihn ins Office zur Annastasia und sage ihm dass ich in 15 Minuten nachkomme.